Wie Cannabis bei MS hilft

Der erstaunliche Erfolg von Cannabis bei der Behandlung von MS ist einer der Gründe, weshalb die Pflanze weltweit (re-) legitimiert wurde als eine bedeutende und wichtige Heilpflanze. Cannabis wird mittlerweile in einigen Ländern für die MS-Behandlung legal eingesetzt.

  • researchgate.net/publication/12172580_Endocannabinoids_control_spasticity_in_a_multiple_sclerosis_model
  • ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4710104/

Cannabis schützt das Gehirn

Bei MS spielen Entzündungen eine große Rolle und lösen zahlreiche Symptome aus. Entzündungen im Gehirn bewirken eine Zerstörung von Neuronen und schrittweisen Verschlechterung der Krankheit. Viele der aktiven Komponenten im Cannabis, die Cannabinoide, sind stark entzündungshemmend. THC und CBD stoppen das Immunsystem vermutlich, einen Angriff auf das eiegene zentrale Nervensystem zu starten. Es kommt zu einer Beruhigung. Deswegen geht man davon aus, dass Cannabis auch bei anderen Autoimmunerkrankungen wirksam sein könnte, wie zum Beispiel bei Lupus.

Cannabinoide fördern die Neurogenese bei Erwachsenen (Schaffung neuer Gehirnzellen) und helfen zusätzlich Stress zu vermeiden. Die Verbindungen im Cannabis sind starke Antioxdantien mit neuroprotektiven Eigenschaften. Zellen und Gewebe werden durch sie geschützt.

Cannabis reduziert Schmerz

Cannabis hilft MS-Patienten chronische Schmerzen zu vermindern. Es gilt heute als potentes Analgetikum. Cannabinoide wie THC und CBD sind in der Lage, Schmerzen dauerhaft zu verringern. Die entzündungshemmenden Effekte von Cannabis helfen außerdem die Ursache von Schmerz zu bekämpfen. Entzündungen und Schmerz gehen bekanntlich Hand in Hand.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern untersuchte an der Universität von Kalifornien in San Diego die schmerzstillenden Effekte von Cannabis. In der klinischen Studie wurden die Auswirkungen von Marijuana-Rauchen auf körperliche Schmerzen getestet. 5 Minuten nach dem Rauchen von Cannabis zeigten sich keine Effekte in Bezug auf die Schmerzen. 45 Minuten nach dem Rauchen allerdings, konnte bei Rauchern, die mittelhohe bis große Dosen an Cannabis kosumierten eine bedeutende Verringerung des Schmerzniveaus festgestellt werden.

https://www.jci.org/articles/view/25509

Cannabis stoppt Krämpfe und Muskelsteifheit

An der israelischen Universität in Tel Aviv half CBD gelähmten Mäusen wider zu gehen. Die Mäuse befanden sich in einem MS-ähnlichen Zustand. Die Wissenschaftler injizierten ihnen CBD. In der Folge begannen sich die steifen Beinchen der Mäuse wieder zu bewegen. Ein „kleines“ Wunder. Die mit CBD behandelten Mäusen hatten zusätzlich weniger Schäden an Nervenzellen und insgesamt weniger Entzündungen. Das beweist einmal mehr die neuroprotektive Wirkung von Cannabis, die auch bei MS ihre Wirksamkeit zeigt und über eine reine Behandlung der Symptome hinausgeht.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1476-5381.2011.01379.x/pdf

Hilfe bei Magen-Darm-Problemen

Magen-Darm-Probleme treten häufig bei MS auf und können die Lebensqualität stark einschränken. Cannabis kann helfen. 70% aller Immunzellen befinden sich im Darm. Erstaunlicherweise beschäftigen sich Cannabinoide mit diesen Immunzellen und helfen Entzündungen zu bekämpfen.
THC ist auch in der Lage den Appetit anzuregen und fördert den Stoffwechsel. Cannabis besitzt die Fähigkeit, Muskeln zu entspannen und Entzündungen zu reduzieren. Diese Eigenschaften sind besonders hilfreich bei Magen-Darm-Problemen.

Cannabis fördert den Schlaf

Cannabis kann helfen schneller einzuschlafen und länger zu schlafen. Schwere Indicas sind dabei besonders effektiv. Eine Studie von GW Pharma, die die Auswirkungen von CBD und THC bei 2000 Patienten mit Schmerzen testete, fand heraus, dass die Teilnehmer deutlich besser schliefen und weniger Schmerzen hatten durch die Einnahme von Cannabis.
Cannabis hilft tiefer zu schlafen. Patienten, die vor dem Schlafengehen Cannabis konsumieren, verbringen mehr Zeit in der Tiefschlafphase. In dieser Phase repariert sich der Körper selbst. Knochen und Muskeln werden währenddessen aufgebaut und auch das Immunsystem wird in dieser Phase repariert.

Cannabis verbessert deine Stimmung

Wie viele Nutzer wissen, kann Cannabis die Stimmung heben und stressbedingte Depressionen verbessern. Forscher an der Universität von Buffalo entdeckten, dass Ratten unter chronischem Stress weniger Endocannbinoide produzieren. Diese Ratten mit niedrigem Endocannabinoidniveau erhielten zusätzlich Cannabis. Es kam in der Folge zu einem Anstieg der Cannabinoide im Gehirn und gleichzeitig zu verminderten Depressionssymptomen bei den Ratten. Chronischer Stress gilt als eine der Hauptursachen für Depressionen bei Erwachsenen. Innerhalb der Krankheit MS kann es leicht zu Depressionen kommen, wobei Cannabis eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit mit wenigen bis gar keinen Nebenwirkungen darstellt.

http://www.buffalo.edu/news/releases/2015/02/004.html

Cannabis schützt die Augen

Im Zusammenhang mit MS können Schwierigkeiten beim Sehen auftreten oder unkontrollierte Augenbewegungen oder ein entzündeter Sehnerv. Auch hier sind Entzündungen der Auslöser. Halten Entzündungen länger an, können sie degenerative Augenprobleme erzeugen. Die neuroprotektiven Eigenschaften von Cannabis können auch hier wirksam sein um Symptome und Folgeerscheinungen zu lindern.

Eine Studie von 2007 ergab, dass das Endocannabinoidesystem dysreguliert ist bei Multiple Sklerose (und in der experimentellen Autoimmunerkrankung). Daher sei eine Ausrichtung auf das Endocannabinoidsystem für die Behandlung von MS äußerst nützlich.

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.328.8073&rep=rep1&type=pdf

Wie MS-Patienten Cannabis anwenden

Bei der Behandlung von MS setzen Patienten und spezialisierte Ärzte Cannabistinkturen und -öle ein oder verwenden Cannabis in verschiedenen Rezepten (Edibles). Oftmals 3x pro Tag um die besten Effekte zu erreichen. Vaporisiertes Cannabis ist besser als gerauchtes, weil hierbei kein Verbrennungsprozess stattfindet.

 

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