Fitness Übungen (Teil 2)

In Bewegung bleiben – Fitness-Übungen für den Alltag MS-Betroffener (Teil 2)

Im zweiten Teil der „In Bewegung bleiben“-Serie, zeigen wir weitere Fitness-Übungen für MS-Betroffene, im Speziellen für Hüftstrecker und Hüftabduktoren. (together 04.2018)

In Bewegung zu bleiben, ist wichtig. Für Menschen mit MS genauso wie für Menschen ohne MS. Und natürlich nicht nur zur Sommerszeit, sondern auch im Winter, wenn es (denn) schneit. Die folgenden Übungen wurden vom Physioteam des Rehabilitationszentrums Quellenhof ausgewählt. Im Zentrum steht die Aktivierung der Hüftmuskulatur, die das Becken und die Lendenwirbelsäule beim Gehen stabilisiert.

Auch bei Rückenschmerzen kann es sinnvoll sein, diese Muskulatur zu trainieren. Eine kräftige Hüftstrecker- und starke Beinmuskulatur ermöglichen es, leichter Treppen zu steigen, sich im Bett drehen zu können, vom Stuhl aufzustehen oder sogar besser zu gehen.

Wichtig: Jede Übung birgt immer auch eine Verletzungsgefahr. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, ob diese Übung für Sie geeignet ist.

Übungsbeispiel I

Ausgangsstellung:Stellen Sie sich vor eine höhere Liege oder ein
Sideboard und stützen sie sich darauf mit den
Unterarmen auf.
Ausführung:Ein Bein gestreckt nach hinten anheben.
Wichtig: Das Bein soll mit dem Rücken eine Linie bilden.
Hohlkreuz vermeiden.
Wiederholungen:fünf
Serien: drei mit jeweils mindestens 30 Sekunden Pause
dazwischen
Steigerung:mehr Wiederholungen

Übungsbeispiel II

Ausgangsstellung:Stellen Sie sich mit dem Rücken an einen Türrahmen oder eine (ab)geschlossene Tür. 
Ausführung:Knie beugen und das Becken nach unten gleiten lassen. Position 15 Sekunden lang halten.
Wichtig:Wirbelsäule gerade halten.
Wiederholungen:zehn
Serien:drei mit jeweils mindestens 30 Sekunden Pause dazwischen 
Steigerung:Mit Becken tiefer rutschen, aber nicht unter 90°. Je tiefer das Becken, desto anstrengender ist die Übung. 

Allgemeine Tipps

  • Achten Sie auf Ihre Tagesform.
  • Wichtig ist die korrekte Ausführung der Übung.
  • Führen Sie die Übungen mit geringerem Kraftaufwand und dafür häufigeren Wiederholungen durch.
  • Innerhalb von zwei Stunden sollten Sie sich von der Anstrengung erholt haben.
  • Beenden Sie die Übungen, bevor Sie erschöpft sind.
  • Fangen Sie mit den einfachen Übungen an und steigern Sie langsam.
  • Falls Sie wie in der Grafik an einer Tür üben, achten Sie bitte darauf, dass diese nicht geöffnet werden oder aufspringen kann.

Quelle: together 04.2018.

(Quelle: Redaktion: AMSEL e.V., 11.12.2018)

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